Freud und Leid auf der Struthkampfbahn

von Jan Torben Helmke (Kommentare: 0)

Zweite verliert knapp - Erste trifft zweistellig

Am vergangenen Sonntag, den 10.05.2026, fand auf der Struthkampfbahn der letzte Doppelheimspieltag der Saison 2025/26 statt. Um 13 Uhr empfing unsere zweite Mannschaft den TSV Schöneberg, gegen den man sich ärgerlicherweise mit 1:2 geschlagen geben muss. Im Anschluss daran trat unsere Erste gegen die SG Ersen/Ostheim. Das Derby gewinnt die SGOW deutlich mit 10:2.

SGOW II - TSV Schöneberg (Bericht Jan Fitzenreiter)

folgt...

Torschütze: Tim Rüddenklau (Vorlage Jäger)

SGOW I - SG Ersen/Ostheim

Obwohl das Ergebnis am Ende deutlich zugunsten der SGOW ausfiel, ließ sich dieser deutliche Spielausgang in der ersten halben Stunde der Partie noch nicht absehen. Zwar ging unsere Erste bereits nach vier Minuten in Führung, weil Sascha Fitzenreiter nach einem Ballgewinn schnell schaltete und Moritz Engelbrecht in Szene setzte, der souverän zur Führung einschoss. Doch nur weitere vier Minuten später stand es schon 1:1, nachdem die SG-Defensive am eigenen Sechzehner den Ball verlor und die SG aus Ersen und Ostheim so zum Tore schießen einlud. Helmke brachte nach Vorarbeit von Sami Grebestein unsere Erste nach einer Viertelstunde dann wieder in Front, allerdings hätte sich die SGOW in der Folge auch nicht beschweren dürfen, wenn man nach 30 Minuten 2:3 hintengelegen hätte. Einmal fischte Niklas Lesemann einen Ball geradeso vor den Füßen eines Erser Angreifers weg. Das andere Mal setzten die Ersen einen Kopfball nach einer Ecke übers Tor. Nach dieser ausgeglichenen ersten halben Stunde fing sich die SGOW aber und wurde besser mit dem Ball. Man lud die Gäste nicht mehr mit gnadenlosen Fehlpässen ein und konnte so selbst wieder mehr nach vorne agieren. In den zehn Minuten vor der Halbzeitpause schnürte Jan Torben Helmke dann seinen Viererpack und sorgte so für klare Verhältnisse. Zwei Mal wurde er von Janis Kleinsteuber in Szene gesetzt und vollendete jeweils unten links. Das 5:1 war dann ein fälliger Foulelfmeter, nachdem Helmke zuvor durch ein Trikotziehen am Torschuss gehindert worden war. Mit der deutlichen Führung ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel machte die SGOW da weiter, wo sie aufgehört hatte. Nach nur fünf gespielten Minuten erzielte wieder Jan Torben Helmke einen Treffer. Ein langer Abschlag von Keeper Niklas Lesemann landete bei Helmke, der bis an den Sechzehner dribbelte und dann zum 6:1 abschloss. Danach brachte der Schiedsrichter Hektik in eine bis dato völlig fair geführte Partie. Zunächst entschied er nach 52 Minuten zum Unverständnis aller Beteiligten auf Strafstoß für die Gäste, nachdem Lesemann den Ball vor seinem Gegner weggespielt hatte und zeigte außerdem noch die gelbe Karte. Das gefährliche Spiel, das der Unparteiische in dieser Szene ahndete, hätte regeltechnisch allerdings einen indirekten Freistoß nach sich ziehen müssen. Den folgenden Strafstoß parierte unser Schlussmann dann sogar, doch erneut hatte der Schiedsrichter etwas auszusetzen und ließ den Elfmeter wiederholen. Den aufgebrachten Niklas Lesemann schickte er zudem mit der Ampelkarte vom Platz, wodurch uns unser Keeper in der nächsten Partie fehlen wird. Bevor der Strafstoß wiederholt wurde, wurden beide Mannschaften zum "Cool down" in ihre eigenen Strafräume geschickt, wobei auch dieses Vorgehen zum Unverständnis aller Beteiligten auf dem Platz führte. Etwas verzögert trat die SG Ersen/Ostheim also noch einmal zum Elfmeter gegen den sodann im Tor stehenden Sami Grebestein an. Den zweiten Versuch nutzten die Gäste, um auf 6:2 zu stellen. Auch in der Unterzahl blieb unsere Erste in der Folge aber spielbestimmend und legte nur wenige Minuten später wieder nach. David Schmidt verwertete eine Hereingabe von Sascha Fitzenreiter zum 7:2, eher Simon Hedrich nach 65 Minuten nach Flanke von Basti Berndt auf 8:2 stellte. Danach plätscherte die Partie so vor sich hin, entschieden war sie ohnehin. Erst kurz vor Schluss gab es noch einmal zwei Highlights. Nach 84 Minuten machte Jan Torben Helmke per Distanzschuss das halbe Dutzend voll und fast mit dem Schlusspfiff stellte Patrick Ahl das Ergebnis auf zweistellig. Am Ende gewinnt die SGOW mit 10:2 und fährt einen ungefährdeten Derbysieg ein.

Trotz des deutlichen und insgesamt verdienten Sieges war die Partie nicht zu jedem Zeitpunkt so entschieden zu Gunsten der SGOW. Insbesondere im ersten Durchgang machte sich unsere Erste mal wieder selbst das Leben schwer, bevor man sich vorne durch eigene Treffer die Sicherheit holte, die es brauchte, um das Spiel souverän über die Bühne zu bringen. Letztlich belohnt man sich mit vielen Toren dafür, dass man zu jedem Zeitpunkt weitergemacht hat. Diesen Schwung gilt es in die letzten beiden Saisonspiele mitzunehmen, um auch diese noch erfolgreich zu gestalten. Am kommenden Sonntag geht es nach Helmarshausen zur SG Weser/Diemel.

Auf geht's SG!

Torschützen: Moritz Engelbrecht (Vorlage S. Fitzenreiter), Jan Torben Helmke 6x (Vorlagen Grebestein, Kleinsteuber 2x, Lesemann, S. Fitzenreiter), David Schmidt (Vorlage S. Fitzenreiter), Simon Hedrich (Vorlage B. Berndt), Patrick Ahl (Vorlage Hedrich)

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